WasserPaten
Willkommen bei den WasserPaten!
Hier finden Sie Theorie und Praxis für Ehrenamtliche und Laien.
Mit unserer Weiterbildungsreihe möchten wir einen Beitrag leisten, die Wasserproblematik zu verstehen und ehrenamtliche Handlungsfelder im Natur- und Umweltschutz aufzuzeigen.
Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit NABU Brandenburg und der vhs Frankfurt/Oder, Brandenburg/Havel sowie kvhs Spree-Neiße und kvhs Potsdam-Mittelmark statt. Die Vortäge helfen, die Wasserproblematik in der Region besser zu verstehen und (ehrenamtliche) Handlungsfelder im Natur- und Umweltschutz aufzuzeigen.
- 23.9. Erster Vortrag: Ohne Wasser geht nichts - Perspektiven auf unser wichtigstes Gut.
Referentin: Anna Sichmüller, Mitarbeiterin Geschäftsführung/ Öffentlichkeitsarbeit Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH
Woher kommt unser Wasser, wie wird daraus Trinkwasser - und warum wird sein Umgang in Zeiten von Klimawandel, Dürre und sinkenden Grundwasserständen immer wichtiger? Der Vortrag gibt einen verständlichen Einstieg in Wasserkreislauf, Wassergewinnung und Trinkwasseraufbereitung und zeigt, wie eng Wasser als Lebensmittel, Ressource, Lebensraum und Standortfaktor miteinander verbunden ist. Zugleich richtet er den Blick nach vorn: auf regionalen Wasserrückhalt, Schwammstadt-Ideen, Regenwassernutzung und die Frage, was wir alle zum bewussteren Umgang mit Wasser beitragen können.
- 30.9. zweiter Vortrag: Wasser(ge)recht - Ein juristischer Blick auf unsere Lebensgrundlage.
Referent: Björn Ellner, Landesvorsitzender NABU Brandenburg e.V.
Was darf mit Flüssen, Seen und Grundwasser eigentlich gemacht werden - und wo setzt das Wasserrecht klare Grenzen? Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über zentrale rechtliche Rahmenbedingungen vom europäischen Wasserrecht bis zum Brandenburgischen Wassergesetz und zeigt, wie Gewässerschutz, Nutzung, Unterhaltung und Klimaanpassung rechtlich zusammengedacht werden. Dabei wird deutlich: Wasser ist Lebensraum, Ressource und Gemeingut zugleich - und sein Schutz ist längst auch eine Frage guter Regeln und ihrer Umsetzung.
- 7.10. dritter Vortrag: Die Oder wieder atmen lassen: Auen, Polder und naturnaher Wasserrückhalt im Unteren Odertal
Referentin: Dr. Jana Chmieleski, Teamleitung "Naturschutz, Management, Liegenschaften & Forschung" Nationalpark Unteres Odertal
Die Untere Oder ist eine vom Menschen stark veränderte Flusslandschaft - und zugleich eine der bedeutendsten Auenlandschaften Deutschlands. Der Vortrag zeigt, wie Deiche, Polder und Flussausbau die Landschaft geprägt haben und warum naturnahe Überflutungen, Altarme, Stromtalwiesen und Weichholzauenwälder heute so wichtig für Artenvielfalt, Selbstreinigung und Klimaanpassung sind. Vorgestellt werden Ziele, Möglichkeiten und konkrete Maßnahmen, mit denen im Nationalpark Unteres Odertal wieder naturnähere hydrologische Bedingungen hergestellt werden sollen.
- 14.10. vierter Vortrag: (digital referiert) Brandenburgs Gewässer im Blick: Die Auskunftsplattform Wasser und wie sie genutzt werden kann
Referentin: Julia Mußbach
Wie steht es um Seen, Flüsse, Grundwasser, Hochwasserschutz oder Schutzgebiete vor der eigenen Haustür? Der Vortrag führt in die Auskunftsplattform Wasser Brandenburg ein und zeigt praxisnah, wie sich Themenkarten, Messdaten, Steckbriefe und Geodaten recherchieren, lesen und für eigene Fragestellungen nutzen lassen. An konkreten Beispielen wird deutlich, wie viel öffentlich verfügbares Wissen über Brandenburgs Gewässer bereits vorhanden ist - man muss nur wissen, wo und wie man es findet.
- 3.11. fünfter Vortrag: "Die Lausitz und das Wasser - Wie geht es nach dem Braunkohleaus in Brandenburg weiter?"
Referent: Maik Ulrich, Leiter Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR bzw. LMBV mbH)
Kaum eine Landschaft in Brandenburg ist so stark vom Braunkohlebergbau geprägt wie die Lausitz - auch ihr Wasserhaushalt wurde über Jahrzehnte tiefgreifend verändert. Mit dem Ende der Kohleförderung stellen sich neue Fragen: Wie kann das verfügbare Wasser künftig so gesteuert werden, dass Bergbaufolgelandschaften entwickelt, Gewässer stabilisiert, der Spreewald geschützt und unterschiedliche Nutzungsansprüche berücksichtigt werden? Der Vortrag erläutert das aktuelle Wassermanagement im Lausitzer Revier und nimmt auch die Elbüberleitung in den Blick - einen möglichen, aber hochkomplexen Lösungsansatz für die Wasserfrage nach der Kohle.
Kurse (6)
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Vortragsreihe WasserPaten - Fünf Abende zu Wasserschutz im Land Brandenburg
Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit NABU Brandenburg und der vhs Frankfurt/Oder, Brandenburg/Havel sowie kvhs Spree-Neiße und kvhs Potsdam-Mittelmark statt. Die Vortäge helfen, die Wasserproblematik in der Region besser zu verstehen und (ehrenamtliche) Handlungsfelder im Natur- und Umweltschutz aufzuzeigen.
Programm Vorträge
Ohne Wasser geht nichts - Perspektiven auf unser wichtigstes Gut.
Woher kommt unser Wasser, wie wird daraus Trinkwasser - und warum wird sein Umgang in Zeiten von Klimawandel, Dürre und sinkenden Grundwasserständen immer wichtiger? Der Vortrag gibt einen verständlichen Einstieg in Wasserkreislauf, Wassergewinnung und Trinkwasseraufbereitung und zeigt, wie eng Wasser als Lebensmittel, Ressource, Lebensraum und Standortfaktor miteinander verbunden ist. Zugleich richtet er den Blick nach vorn: auf regionalen Wasserrückhalt, Schwammstadt-Ideen, Regenwassernutzung und die Frage, was wir alle zum bewussteren Umgang mit Wasser beitragen können
Referentin: Anna Sichmüller, Mitarbeiterin Geschäftsführung/ Öffentlichkeitsarbeit Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH
Termin: 23.09., 18:00-19:30 Uhr
Wasser(ge)recht - Ein juristischer Blick auf unsere Lebensgrundlage.
Was darf mit Flüssen, Seen und Grundwasser eigentlich gemacht werden - und wo setzt das Wasserrecht klare Grenzen? Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über zentrale rechtliche Rahmenbedingungen vom europäischen Wasserrecht bis zum Brandenburgischen Wassergesetz und zeigt, wie Gewässerschutz, Nutzung, Unterhaltung und Klimaanpassung rechtlich zusammengedacht werden. Dabei wird deutlich: Wasser ist Lebensraum, Ressource und Gemeingut zugleich - und sein Schutz ist längst auch eine Frage guter Regeln und ihrer Umsetzung.
Referent: Björn Ellner, Landesvorsitzender NABU Brandenburg e.V.
Termin: 30.09., 18:00-19:30 Uhr
Die Oder wieder atmen lassen: Auen, Polder und naturnaher Wasserrückhalt im Unteren Odertal
Die Untere Oder ist eine vom Menschen stark veränderte Flusslandschaft - und zugleich eine der bedeutendsten Auenlandschaften Deutschlands. Der Vortrag zeigt, wie Deiche, Polder und Flussausbau die Landschaft geprägt haben und warum naturnahe Überflutungen, Altarme, Stromtalwiesen und Weichholzauenwälder heute so wichtig für Artenvielfalt, Selbstreinigung und Klimaanpassung sind. Vorgestellt werden Ziele, Möglichkeiten und konkrete Maßnahmen, mit denen im Nationalpark Unteres Odertal wieder naturnähere hydrologische Bedingungen hergestellt werden sollen.
Referentin: Dr. Jana Chmieleski, Teamleitung / Naturschutz, Management, Liegenschaften & Forschung, Nationalpark Unteres Odertal
Termin: 07.10., 18:00-19:30 Uhr
Brandenburgs Gewässer im Blick: Die Auskunftsplattform Wasser und wie sie genutzt werden kann
Wie steht es um Seen, Flüsse, Grundwasser, Hochwasserschutz oder Schutzgebiete vor der eigenen Haustür? Der Vortrag führt in die Auskunftsplattform Wasser Brandenburg ein und zeigt praxisnah, wie sich Themenkarten, Messdaten, Steckbriefe und Geodaten recherchieren, lesen und für eigene Fragestellungen nutzen lassen. An konkreten Beispielen wird deutlich, wie viel öffentlich verfügbares Wissen über Brandenburgs Gewässer bereits vorhanden ist - man muss nur wissen, wo und wie man es findet.
Referentin: Julia Mußbach
Termin: 14.10., 18:00-19:30 Uhr (digital referiert)
Die Lausitz und das Wasser - Wie geht es nach dem Braunkohleaus in Brandenburg weiter?
Kaum eine Landschaft in Brandenburg ist so stark vom Braunkohlebergbau geprägt wie die Lausitz - auch ihr Wasserhaushalt wurde über Jahrzehnte tiefgreifend verändert. Mit dem Ende der Kohleförderung stellen sich neue Fragen: Wie kann das verfügbare Wasser künftig so gesteuert werden, dass Bergbaufolgelandschaften entwickelt, Gewässer stabilisiert, der Spreewald geschützt und unterschiedliche Nutzungsansprüche berücksichtigt werden? Der Vortrag erläutert das aktuelle Wassermanagement im Lausitzer Revier und nimmt auch die Elbüberleitung in den Blick - einen möglichen, aber hochkomplexen Lösungsansatz für die Wasserfrage nach der Kohle.
Referent: Maik Ulrich, Leiter Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR bzw. LMBV mbH)
Termin: 03.11., 18:00-19:30 Uhr
Historischer Wasserspaziergang am Teltowkanal
Exkursion im Rahmen der Reihe "WasserPaten"
Der Wasserspaziergang startet an der Schleuse und führt in die Entstehung und Geschichte des Teltowkanal, seiner Brücken und der Machnower Schleuse zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Geplant als Abwasserkanal wurde er zu einer wichtigen Schiffahrtsverbindung zwischen Spree und Havel und auch Teil der innerdeutschen Grenze.
Nach der Wiedervereinigung hatte das "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17" das Ziel, den Teltowkanal und die Schleuse zu vergrößern und so für Großmotorgüterschiffe bis zu 2000 Tonnen und Schubverbände mit 3500 Tonnen befahrbar zu machen. Umweltverbände liefen seit Ende der 1990er-Jahre jedoch Sturm gegen diese Pläne wegen der geplanten, massiven Eingriffe in die Uferlandschaften. Die Zivilgesellschaft hatte Erfolg - 2010 legte die Bundesregierung ihre Ausbaupläne zu den Akten.
Durch den Spaziergang entlang des Kanals führt der Kleinmachnower Biologe, Ökologe und historisch Interessierte Dr. Axel Mueller, der sich in Kleinmachnow seit vielen Jahrzehnten auskennt und für den Naturschutz in der Region Teltow - Kleinmachnow - Stahnsdorf stark macht. Sicher wird neben historischen Wasserthemen auch hier und da die eine Frage zu Geologie, Flora und Fauna beantwortet werden können.
Der thematische Spaziergang ist entgeltfrei, wir benötigen Ihre Anmeldung, um die Kursgruppe planen zu können.
In Kooperation mit Landschaftspflegeverein Buschgraben-Bäketal e.V. soll diese Veranstaltung auch der Weiterbildung von Ehrenamtlichen dienen.
Besichtigung der Kläranlage Briest
Online-Kurs in Kooperation mit vhs Brandenburg an der Havel. Es gelten die AGB der durchführenden vhs. Deutschland verfügt über eine der effizientesten Abwasserentsorgungen weltweit - natürlich auch in Brandenburg. Doch trägt auch jeder von uns zur Sicherung der hohen Wasserqualität bei?
In den vergangenen Jahren wurde viel in die Energie- und Verfahrens- bzw. Umwelttechnik der Kläranlage in Brandenburg-Briest investiert. Machen Sie sich selber ein Bild vom Ablauf der Abwasserreinigung. Erfahren Sie bei der Besichtigung mehr über technologisch notwendige Schritte bis das gereinigte Abwasser in die Havel entlassen werden kann, ohne deren Selbstreinigungsfähigkeit überzubeanspruchen.
Überzeugen Sie sich selbst, wie hoch der Aufwand ist, um übermäßige Waschmittelmengen, Reste von Lösungs-, Pflanzenschutz-, Holzschutzmitteln sowie Farben, Lacken oder Medikamente aus Abwässern zu entfernen und wie ein überflüssiger Eintrag wasserbelastender Stoffe ins Abwasser vermieden werden kann.
Die VHS Brandenburg organisiert gemeinsam mit der BRAWAG GmbH diese Besichtigung der Kläranlage Briest. Das Tragen von festem Schuhwerk ist zur Sicherheit notwendig.
Besichtigung des Wasserwerks Mahlenzien
Online-Kurs in Kooperation mit vhs Brandenburg an der Havel. Es gelten die AGB der durchführenden vhs. In Deutschland haben wir eine der sichersten und qualitativ hochwertigsten Trinkwasserversorgungen und effizientesten Abwasserentsorgungen weltweit - natürlich auch in Brandenburg.
Sie möchten wissen, wie die Verfahren bei der Trinkwassergewinnung, -aufbereitung, und -verteilung von statten gehen und wie die BRAWAG ihre Kunden mit Trinkwasser in ausgezeichneter Qualität beliefert?
Die VHS Brandenburg organisiert gemeinsam mit der BRAWAG GmbH die Besichtigung des Wasserwerks Mahlenzien. Das Tragen von festem Schuhwerk ist zur Sicherheit notwendig.
Exkursion: Naturschutzzentrum Ökowerk - ein Wasserwerk erzählt Geschichte
Die Exkursion startet vor dem Bahnhof Grunewald und führt auf dem Weg zum historischen Wasserwerk / Ökowerk vorbei an historisch bedeutenden Orten im Südwesten Berlins, die wir als aufmerksame Spaziergänger thematisch aufgreifen (auch wenn sie nicht vordergründig etwas mit dem Thema Wasser zu tun haben): Nach einem Überblick zur Entstehung der Villenkolonie Grunewald geht es vorbei am Mahnmal "Gleis 17", welches an die Deportation jüdischer Menschen in die Vernichtungslager erinnert. An der überregional bedeutenden Bezirksgärtnerei vorbei, führt der Spaziergang hin zu einer Kleingartenkolonie mitten im Wald, die auf die schwierige Nachkriegssituation zurückgeht. Vorbei am Teufelsberg geht es weiter zu einem Naturschutzgebiet, welches sich aus einer ehem. Kiesgrube entwickelt hat, bevor der Weg abschließend ins Naturschutzzentrum Ökowerk führt.
Dieses ist im über 150 Jahre alten Industrie-Denkmal untergebracht: Das Gebäudeensemble ist das älteste als Gesamtanlage erhaltene Wasserwerk von Berlin, das bis 1969 in Betrieb war. Seit 1985 dient es der Umweltbildung und ist ein wunderbarer Ausgangspunkt, um die historische Entwicklung des Themas "Wasser für die Stadt" zu verstehen. Bei einer Führung erhalten Sie spannende Informationen zur Geschichte der Wasserversorgung im Berliner Südwesten im frühen 20. Jahrhundert. Unter dem Motto "Von Eiszeit zu Eiszeit" erlangen Sie nicht nur Wissen über die Förderung eiszeitlichen Grundwassers vor 100 Jahren, sondern erhalten auch Einblicke in technisch ambitionierte Planungen des Ökowerkes für eine Eisspeicherheizung in einem der ehemaligen Reinwasserspeicher. Teil der Führung ist außerdem die KI - Installation "Was flüstert das Moor" von Studierenden aus Babelsberg.
Da Grundwasser keine Grenzen kennt, finden sich sicher viele Anknüpfungspunkte, um über die Verbindung von Wasserthemen heute in der Metropolregion Berlin-Brandenburg in Austausch zu kommen.
Die Exkursion ist Teil der Reihe "WasserPaten"
Exkursion: Belziger Landschaftswiesen
Die Belziger Landschaftswiesen bilden eine ausgedehnte, flache und heute fast waldfreie Niederungslandschaft im Südwesten Brandenburgs. Mit Dr. Beate Gall erkunden wir das ausgewiesene Naturschutzgebiet, um mehr über die Erhaltung und Wiederherstellung des seltenen Durchstömungsmoores zu erfahren. Diese naturschutzfachliche Führung richtet sich an Erwachsene und vermittelt Einblicke in die heimische Flora und Fauna sowie die ökologischen Zusammenhänge dieses einzigartigen Lebensraums.
Die genaue Routenplanung sowie die Beantragung der Betretungsbefugnis sind in Arbeit.