Nachhaltigkeit - Umwelt - Ökologie
Kurse (28)
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Friedhöfe als wichtige Naturräume - ein Beispiel aus Glindow
Friedhöfe verknüpfen Leben und Tod nicht nur symbolisch. Sie bieten Angehörigen einen Ort der Ruhe und Besinnung zum Trauern und Gedenken an die Verstorbenen.
Gleichzeitig kann ein Friedhof voller Leben sein. Je naturnaher er gestaltet wird, umso mehr Artenvielfalt kann sich entwickeln und umso einladender wird er als Erholungs- und Naturerlebnisraum. Wo es über viele Monate im Jahr ein reichhaltiges Angebot an insektenfreundlichen Blühpflanzen gibt, können sich Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer rasch vermehren. Eine alte Friedhofsmauer, ein Insektenhotel und Sand- und Steinhaufen bieten Lebensraum und Brutstätten für Nützlinge.
Krokusse und Schneeglöckchen, Königskerzen und Nachtkerzen, Salbei, Malven, Ehrenpreis, Färberkamille und andere einheimische trockenheitsresistente Pflanzen auf Gräbern und Blühwiesen erfreuen mit ihrer Blütenpracht und versorgen Insekten reichlich mit Pollen und Nektar.
Wenn genügend Insekten da sind und Nistkästen an den schönen alten Bäumen die Aufzucht der Jungen unterstützen, siedeln sich Singvögel auf dem Friedhof gerne an.
Unter Totholzhaufen und dichten Hecken findet der Igel sein Futter. Samen und Grillen schmecken den Mäusen, deren Bau auch Hummeln gern nutzen. Für Eidechsen und Kleinsäugetiere ist ein Friedhof mit seinem Angebot an offenen und dicht bewachsenen Bereichen ebenfalls ein idealer geschützter Lebensraum.
Während andere Siedlungsbereiche einem schnellen Wandel unterworfen sind, haben Friedhöfe etwas Bewahrendes. Mit ihrer Gestaltung und Pflege kann ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Artenvielfalt geleistet werden.
Eine Projektgruppe schafft seit vier Jahren auf dem Neuen Friedhof Glindow beispielhaft solche Naturräume. Wir laden Sie zu einem Rundgang ein, schauen uns an, was schon erreicht wurde und sammeln Anregungen für weitere Aktivitäten.
Ein Angebot für alle Naturinteressierten, insbesondere jene, die ehrenamtlich im Naturschutz tätig sind oder werden möchten.
In Kooperation mit dem Heimatverein, der Evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde und dem NABU in Werder (Havel).
Entgeltfrei. Wir bitten um Anmeldung.
Dürre & Daten. Wie feucht ist unser Boden wirklich?
Der Fläming gehört zu den trockensten Regionen Deutschlands. Das merken viele inzwischen auch im eigenen Garten oder auf dem Acker. Aber wie viel Wasser steckt eigentlich noch im Boden? Und was können wir tun, damit Pflanzen besser versorgt sind trotz Trockenheit?
In diesem Workshop gehen wir gemeinsam der Sache auf den Grund. Mit digitalen Bodenfeuchtesensoren messen wir, was unter der Oberfläche passiert - direkt bei dir zu Hause, im Garten, im Wald oder auf dem Feld. So erforschen wir das sogenannte "grüne Wasser" - also das, was den Pflanzen wirklich zur Verfügung steht. In fünf Kurseinheiten lernen wir Schritt für Schritt, wie man Umweltsensoren baut und nutzt. Wir installieren die Sensoren gemeinsam und du darfst deine Messstation danach behalten (als kostenlose Dauerleihgabe). So können die Daten langfristig weiter genutzt werden.
Zusammen mit anderen Teilnehmenden aus der Region werten wir die Messergebnisse aus. Wir überlegen, wie wir Wasser besser im Boden halten, Verdunstung verringern und unsere Landschaft fit für die Zukunft machen können - für einen grüneren Fläming.
Mach mit - für dich, deinen Boden und deine Pflanzen!
Termin 1 Auftaktveranstaltung Thema Boden in Arensnest
Termin 2 Sensor Werkstatt
Termin 3 Installation bei den Teilnehmenden
Termin 4 Installation bei den Teilnehmenden
Termin 5 Datenauswertung und Austausch
Werde Teil unseres lokalen Wasser-Netzwerkes im Fläming.
In Kooperation mit der Mitmach-Werkstatt, der Zukunftsschusterei (ein Smart-City Modelprojekt) und der Wassermeisterei.
Nachhaltige Hundehaltung
Wie lässt sich das Leben mit Hund umweltbewusst, tiergerecht und gesund gestalten? In diesem Kurs erfahren Sie, was nachhaltige Hundehaltung bedeutet - von der Adoption statt Kauf über klimafreundliche Ernährung, Alternatitven zu Chemie, bis hin zu natürlichen Pflegemitteln und selbstgemachtem Spielzeug. Sie lernen, Futter richtig zu bewerten, Pflegemittel selbst herzustellen und Hundespielzeug aus Naturmaterialien zu basteln. Auch Fragen rund um Verpackung, Müllvermeidung und alternative Entwurmungsmethoden werden praxisnah behandelt. Für Zuhause gibt es praktische Handouts mit Tipps, Rezepten und kritischen Inhaltsstoffen.
Wasserzukunft - Stimmen aus Berlin und Brandenburg
Eine Kooperation mit dem Museum für Naturkunde Berlin
Ihr Beitrag zählt: Gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Berlin sammeln wir unterschiedliche Stimmen zum Wasserwandel und tauschen uns aus mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung.
Wasser ist in Brandenburg und Berlin ein zentrales Zukunftsthema: Eine wachsende Bevölkerung führt zu einem steigenden Trink- und Abwasseraufkommen. Zugleich stellen die Klimakrise und der Ausstieg aus der Kohleförderung die Wasserversorgung vor große Herausforderungen.
Politische Vorhaben, wie die Novellierung des Brandenburgischen Wassergesetzes oder die gemeinsame Wasserstrategie Hauptstadtregion 2050 der Länder Berlin und Brandenburg, reagieren auf diese Herausforderungen. Klar ist aber auch, dass dies nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in Berlin und Brandenburg geschehen kann.
Ablauf der Veranstaltung: An drei aufeinander aufbauenden Abenden diskutieren wir zentrale Fragen der Wasserzukunft in Brandenburg und Berlin. Sie können Ihre eigenen Wahrnehmungen aktiv in politische Prozesse einbringen.
02.09.2026: Herausforderungen im Fokus
Wie verändert sich die Wassersituation in Berlin und Brandenburg durch Klimawandel, Kohleausstieg und Bevölkerungswachstum? Wir informieren zu Grundlagen und der Notwendigkeit politischen Handelns.
16.09.2026: Ihre Perspektive ist gefragt
Was bewegt Sie beim Thema Wasser? Wo sind Sie in Ihrem Alltag von Veränderungen betroffen? Was kann man tun?
Wir laden Sie ein, Fotos oder Videos von Dingen, Orten oder Ereignissen, an denen Sie den Wasserwandel in Brandenburg bemerken, zu machen und diese zu einer digitalen Sammlung am Museum für Naturkunde Berlin beizutragen. Die Sammlung zeigt und vernetzt unterschiedliche Meinungen, Interessen und Konflikte in Berlin und Brandenburg zum regionalen Wasserwandel.
Im Workshop tauschen wir uns anhand der Sammlungsbeiträge, die Sie vorab auf www.naturderdinge.de hochladen, dazu aus, wie Sie die Veränderung der Wassersituation erleben.
04.11.2026: Diskussion mit Entscheidungsträger*innen
Am dritten Termin diskutieren wir gemeinsam die gesammelten Ergebnisse und Perspektiven mit Personen aus Forschung, Politik und Verwaltung für eine gerechte Wasserzukunft in Berlin und Brandenburg.
Pferde erleben für Erwachsene. Schnupperkurs
In dem Kurs geht es um die Begegnung mit Pferden. Wir wollen sie mit unseren Sinnen wahrnehmen, sie beobachten, sie berühren und ihnen zuhören.
Wir nähern uns den Pferden im Freien, kommunizieren mit ihnen zunächst aus der Distanz, um sie anschließend zu streicheln, zu putzen und zu führen. In anschaulichen Mensch-zu-Mensch-Übungen schlüpfen wir vorher in die Rolle der Pferde, um sie besser zu verstehen.
Es sind keine Vorerfahrungen notwendig. Die Pferde werden nicht geritten. Dieser Kurs eignet sich auch für ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Wenn Sie besondere Bedarfe haben, melden Sie sich gerne, wir unterstützen Sie.
Nachhaltige Hundehaltung
Wie lässt sich das Leben mit Hund umweltbewusst, tiergerecht und gesund gestalten? In diesem Kurs erfahren Sie, was nachhaltige Hundehaltung bedeutet - von der Adoption statt Kauf über klimafreundliche Ernährung, Alternatitven zu Chemie, bis hin zu natürlichen Pflegemitteln und selbstgemachtem Spielzeug. Sie lernen, Futter richtig zu bewerten, Pflegemittel selbst herzustellen und Hundespielzeug aus Naturmaterialien zu basteln. Auch Fragen rund um Verpackung, Müllvermeidung und alternative Entwurmungsmethoden werden praxisnah behandelt. Für Zuhause gibt es praktische Handouts mit Tipps, Rezepten und kritischen Inhaltsstoffen.
(Groß-)Eltern-Kind-Pferdeerlebnis. Schnupperkurs
An diesem Tag dreht sich alles um Pferde und Ponys. Was fressen sie? Wie schlafen sie? Und wie können wir mit ihnen in Verbindung treten? Können sie uns verstehen? Wie putze ich sie richtig? All diese und noch viele andere interessante Fragen werden an diesem Tag beantwortet. Bei kleinen Spielchen, anschaulicher Theorie, kniffligen Rätseln und ganz viel Pferdekontakt können alle Spaß haben und gleichzeitig viel über Pferde und sich selbst lernen.
Es sind keine Vorerfahrungen notwendig. Die Pferde werden nicht geritten.
Besichtigung des Klärwerks Bad Belzig
Die Teilnehmenden erhalten einen praxisnahen Einblick in die tägliche Arbeit der kommunalen Wasserwirtschaft. Vor Ort wird anschaulich erläutert, wie Abwasser gesammelt, über mehrere Stufen gereinigt und wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Dabei werden zentrale Anlagenkomponenten sowie die hohen Anforderungen an Betriebssicherheit, Qualität, Umwelt- und Gewässerschutz verständlich erläutert. Die Besichtigung macht deutlich, welches Fachwissen und welche Technik bei der täglichen Betriebsführung für eine sichere Wasserver- und Abwasserentsorgung notwendig ist. Dabei werden technische Abläufe, ökologische Anforderungen und die Bedeutung einer sicheren Ver- und Entsorgung für Stadt und Region verständlich vermittelt.
Hidden treasures - Evening walk at Stahnsdorf South-Western Cemetery (Abendspaziergang auf dem Südwestkirchhof auf Englisch)
The Stahnsdorf South-Western Cemetery is the second largest cemetery in Germany and the tenth largest in the world. It is also an important landscape park and comprises a great number of historically valuable tombs.
Of special relevance are the military burials after the First World War, the Italian and Commonwealth War Graves. In the center of the grounds, the wooden chapel built in Norwegian style was the site of many film shoots.
Klaus Busch teaches English at Kreisvolkshochschule but is also a historian well versed in the multi-facetd history of this special place and has been member of the friends association.
The evening is for Non-German-Speakers and English-Learners at the same time.
Enjoying a late summer evening at this beautiful place is included!
Naturgarten-Gestaltung - Mit Kreativität neue Lebensräume schaffen
Schon der berühmte Staudenzüchter und Gartenphilosoph Karl Foerster (1874-1970) wusste: "Wer mit seinem Garten schon zufrieden ist, hat ihn nicht verdient." Daher gibt es immer einen guten Grund, einen Garten ganz oder in Teilen neu- oder umzugestalten. Doch nicht wenige Gartenbesitzer fühlen sich dieser, eigentlich ebenso kreativen, wie interessanten Aufgabe nicht gewachsen und sehen sich stattdessen vor einem schier unüberwindlichen Berg an Fragen: Wo und wie fange ich am besten an? Wie schaffe ich es, den Garten pflegeleicht zu designen? Wie gelingt es, einzelne (bereits vorhandene) Gestaltungselemente harmonisch miteinander zu verbinden? Welche Pflanzen eignen sich für meinen Garten? Welche rechtlichen Vorschriften sind bei der Gartengestaltung zu beachten? u.v.m. ... Im ersten Teil dieses Kurses erhalten Sie zunächst einen kleinen Überblick zu den o.g. theoretischen Fragen.
Der zweite Kurstag bietet Ihnen die Möglichkeit, erste Ideenskizzen für die Gestaltung Ihres Gartens anzufertigen: Für die Vorbereitung darauf fotografieren Sie bitte einen Gartenbereich, den Sie um- oder neugestalten möchten. Sofern Sie möchten, drucken Sie eins dieser Fotos bitte im DIN A4-Format aus und bringen es zum Kurs mit. Andernfalls genügen auch die Bilder auf Ihrem Smartphone als "Gedankenstütze". Überlegen Sie sich bitte gleichzeitig, was Sie in diesem Gartenbereich ändern möchten, welche Funktion er bekommen, wie er genutzt werden soll. Anhand der Fotos, Ihrer Wünsche und mit Hilfe der am Vortag frisch erworbenen Kenntnisse sowie mit Unterstützung der Kursleiterin können Sie sich nun an erste Ideenskizzen für die Gestaltung Ihres Gartenbereichs wagen. Eine Liste mit weiterführenden Informationen, nützlichen Internet-Links und ausgewählten Bezugsquellen wird Ihnen von der Kursleiterin bereitgestellt.
Outdoor: Vögel verstehen
Tauche an drei Nachmittagen in die faszinierende Welt der Vögel ein! Gemeinsam mit Paul Wernicke, Wildnispädagoge und Autor des Buches "Vögel verstehen!", lernst du durch praktische Übungen, Methoden und Werkzeuge kennen, um dir die Vogelwelt eigenständig zu erschließen.
Lass dich von seinen Geschichten und Erkenntnissen verzaubern. Vögel sind überall: im Wald, in der Stadt, auf Feldern und Wiesen. Sie sind nicht nur gute Indikatoren für den Zustand unserer Natur. Ihr Gesang fördert nachweislich unser Wohlbefinden. So steigert ein Vogelspaziergang positive Emotionen und senkt physiologische Stressparameter. Entdecke die Natur neu und finde jeden Tag etwas, das dich glücklicher macht.
Exkursion: Das Brauchwasserwerk Glindow - historische Stütze des Obstanbaus im Klimawandel
Das Brauchwasserwerk in Glindow ist seit 1938 in Betrieb. Es versorgt die umliegenden Obstplantagen mit Havelwasser aus dem Glindower See. So schont es auch die Trinkwasserressourcen.
In den letzten Jahren haben umfangreiche Sanierungsarbeiten es neu aufgestellt. Eine wissenschaftliche Begleitforschung machte deutlich, dass das Brauchwasser auch angesichts klimatischer Veränderungen zentral bleibt für den Obstanbau in der Region.
Sigmar Wilhelm hat zusammen mit dem Heimatverein Glindow e.V. zur Historie des Brauchwasserwerks recherchiert. Beim Besuch vor Ort teilt er sein Wissen und geht auf den heutigen Nutzen des Brauchwasserwerks ein. Der technische Leiter der Anlage, Herr Deichsel, erläutert Wissenswertes zum täglichen Betrieb.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe WasserPaten und findet statt in Kooperation mit dem Heimatverein Werder (Havel) und der Stadt Werder (Havel). Die Teilnahme ist entgeltfrei, wir bitten um Anmeldung.
Vortragsreihe WasserPaten - Fünf Abende zu Wasserschutz im Land Brandenburg
Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit NABU Brandenburg und der vhs Frankfurt/Oder, Brandenburg/Havel sowie kvhs Spree-Neiße und kvhs Potsdam-Mittelmark statt. Die Vortäge helfen, die Wasserproblematik in der Region besser zu verstehen und (ehrenamtliche) Handlungsfelder im Natur- und Umweltschutz aufzuzeigen.
Programm Vorträge
Ohne Wasser geht nichts - Perspektiven auf unser wichtigstes Gut.
Woher kommt unser Wasser, wie wird daraus Trinkwasser - und warum wird sein Umgang in Zeiten von Klimawandel, Dürre und sinkenden Grundwasserständen immer wichtiger? Der Vortrag gibt einen verständlichen Einstieg in Wasserkreislauf, Wassergewinnung und Trinkwasseraufbereitung und zeigt, wie eng Wasser als Lebensmittel, Ressource, Lebensraum und Standortfaktor miteinander verbunden ist. Zugleich richtet er den Blick nach vorn: auf regionalen Wasserrückhalt, Schwammstadt-Ideen, Regenwassernutzung und die Frage, was wir alle zum bewussteren Umgang mit Wasser beitragen können
Referentin: Anna Sichmüller, Mitarbeiterin Geschäftsführung/ Öffentlichkeitsarbeit Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH
Termin: 23.09., 18:00-19:30 Uhr
Wasser(ge)recht - Ein juristischer Blick auf unsere Lebensgrundlage.
Was darf mit Flüssen, Seen und Grundwasser eigentlich gemacht werden - und wo setzt das Wasserrecht klare Grenzen? Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über zentrale rechtliche Rahmenbedingungen vom europäischen Wasserrecht bis zum Brandenburgischen Wassergesetz und zeigt, wie Gewässerschutz, Nutzung, Unterhaltung und Klimaanpassung rechtlich zusammengedacht werden. Dabei wird deutlich: Wasser ist Lebensraum, Ressource und Gemeingut zugleich - und sein Schutz ist längst auch eine Frage guter Regeln und ihrer Umsetzung.
Referent: Björn Ellner, Landesvorsitzender NABU Brandenburg e.V.
Termin: 30.09., 18:00-19:30 Uhr
Die Oder wieder atmen lassen: Auen, Polder und naturnaher Wasserrückhalt im Unteren Odertal
Die Untere Oder ist eine vom Menschen stark veränderte Flusslandschaft - und zugleich eine der bedeutendsten Auenlandschaften Deutschlands. Der Vortrag zeigt, wie Deiche, Polder und Flussausbau die Landschaft geprägt haben und warum naturnahe Überflutungen, Altarme, Stromtalwiesen und Weichholzauenwälder heute so wichtig für Artenvielfalt, Selbstreinigung und Klimaanpassung sind. Vorgestellt werden Ziele, Möglichkeiten und konkrete Maßnahmen, mit denen im Nationalpark Unteres Odertal wieder naturnähere hydrologische Bedingungen hergestellt werden sollen.
Referentin: Dr. Jana Chmieleski, Teamleitung / Naturschutz, Management, Liegenschaften & Forschung, Nationalpark Unteres Odertal
Termin: 07.10., 18:00-19:30 Uhr
Brandenburgs Gewässer im Blick: Die Auskunftsplattform Wasser und wie sie genutzt werden kann
Wie steht es um Seen, Flüsse, Grundwasser, Hochwasserschutz oder Schutzgebiete vor der eigenen Haustür? Der Vortrag führt in die Auskunftsplattform Wasser Brandenburg ein und zeigt praxisnah, wie sich Themenkarten, Messdaten, Steckbriefe und Geodaten recherchieren, lesen und für eigene Fragestellungen nutzen lassen. An konkreten Beispielen wird deutlich, wie viel öffentlich verfügbares Wissen über Brandenburgs Gewässer bereits vorhanden ist - man muss nur wissen, wo und wie man es findet.
Referentin: Julia Mußbach
Termin: 14.10., 18:00-19:30 Uhr (digital referiert)
Die Lausitz und das Wasser - Wie geht es nach dem Braunkohleaus in Brandenburg weiter?
Kaum eine Landschaft in Brandenburg ist so stark vom Braunkohlebergbau geprägt wie die Lausitz - auch ihr Wasserhaushalt wurde über Jahrzehnte tiefgreifend verändert. Mit dem Ende der Kohleförderung stellen sich neue Fragen: Wie kann das verfügbare Wasser künftig so gesteuert werden, dass Bergbaufolgelandschaften entwickelt, Gewässer stabilisiert, der Spreewald geschützt und unterschiedliche Nutzungsansprüche berücksichtigt werden? Der Vortrag erläutert das aktuelle Wassermanagement im Lausitzer Revier und nimmt auch die Elbüberleitung in den Blick - einen möglichen, aber hochkomplexen Lösungsansatz für die Wasserfrage nach der Kohle.
Referent: Maik Ulrich, Leiter Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR bzw. LMBV mbH)
Termin: 03.11., 18:00-19:30 Uhr
Historischer Wasserspaziergang am Teltowkanal
Exkursion im Rahmen der Reihe "WasserPaten"
Der Wasserspaziergang startet an der Schleuse und führt in die Entstehung und Geschichte des Teltowkanal, seiner Brücken und der Machnower Schleuse zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Geplant als Abwasserkanal wurde er zu einer wichtigen Schiffahrtsverbindung zwischen Spree und Havel und auch Teil der innerdeutschen Grenze.
Nach der Wiedervereinigung hatte das "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17" das Ziel, den Teltowkanal und die Schleuse zu vergrößern und so für Großmotorgüterschiffe bis zu 2000 Tonnen und Schubverbände mit 3500 Tonnen befahrbar zu machen. Umweltverbände liefen seit Ende der 1990er-Jahre jedoch Sturm gegen diese Pläne wegen der geplanten, massiven Eingriffe in die Uferlandschaften. Die Zivilgesellschaft hatte Erfolg - 2010 legte die Bundesregierung ihre Ausbaupläne zu den Akten.
Durch den Spaziergang entlang des Kanals führt der Kleinmachnower Biologe, Ökologe und historisch Interessierte Dr. Axel Mueller, der sich in Kleinmachnow seit vielen Jahrzehnten auskennt und für den Naturschutz in der Region Teltow - Kleinmachnow - Stahnsdorf stark macht. Sicher wird neben historischen Wasserthemen auch hier und da die eine Frage zu Geologie, Flora und Fauna beantwortet werden können.
Der thematische Spaziergang ist entgeltfrei, wir benötigen Ihre Anmeldung, um die Kursgruppe planen zu können.
In Kooperation mit Landschaftspflegeverein Buschgraben-Bäketal e.V. soll diese Veranstaltung auch der Weiterbildung von Ehrenamtlichen dienen.
Workshop: Bau einer Benjes-Hecke
Im Workshop werden wir lernen, worauf es beim Bau einer Benjeshecke ankommt. Wir werden die Hintergründe und Zielsetzung erläutern und die positiven Auswirkungen auf unser Ökosystem erklären. Außerdem beschäftigen wir uns damit, welche Tiere dort nisten.
Wir errichten die tragende und standsichere Konstruktion gemeinsam und befüllen diese mit dem geeigneten Schnittgut. Im Nachgang werden Sie dies gleich bei sich im Garten umsetzen können und vielleicht auch wollen.
Da mit scharfem Gerät (Astschere, Säge) umgegangen wird, richtet sich der Workshop vorrangig an Erwachsene sowie Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche.
Eine Pause von 15 Minuten ist eingerechnet.
In Kooperation mit: Blühteam Stahnsdorf und Gemeinde Kleinmachnow, Abteilung Gemeindegrün
Wasserzukunft: Stimmen aus Berlin und Brandenburg
Eine Kooperation mit dem Museum für Naturkunde Berlin
Ihr Beitrag zählt: Gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde Berlin sammeln wir unterschiedliche Stimmen zum Wasserwandel und tauschen uns aus mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung.
Wasser ist in Brandenburg und Berlin ein zentrales Zukunftsthema: Eine wachsende Bevölkerung führt zu einem steigenden Trink- und Abwasseraufkommen. Zugleich stellen die Klimakrise und der Ausstieg aus der Kohleförderung die Wasserversorgung vor große Herausforderungen.
Politische Vorhaben, wie die Novellierung des Brandenburgischen Wassergesetzes oder die gemeinsame Wasserstrategie Hauptstadtregion 2050 der Länder Berlin und Brandenburg, reagieren auf diese Herausforderungen. Klar ist aber auch, dass dies nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in Berlin und Brandenburg geschehen kann.
Ablauf der Veranstaltung:
An drei aufeinander aufbauenden Abenden diskutieren wir zentrale Fragen der Wasserzukunft in Brandenburg und Berlin. Sie können Ihre eigenen Wahrnehmungen aktiv in politische Prozesse einbringen.
30.09.2026: Herausforderungen im Fokus (in der kvhs Kleinmachnow)
Wie verändert sich die Wassersituation in Berlin und Brandenburg durch Klimawandel, Kohleausstieg und Bevölkerungswachstum? Wir informieren zu Grundlagen und der Notwendigkeit politischen Handelns.
7.10.2026: Ihre Perspektive ist gefragt (in der kvhs Kleinmachnow)
Was bewegt Sie beim Thema Wasser? Wo sind Sie in Ihrem Alltag von Veränderungen betroffen? Was kann man tun?
Wir laden Sie ein, Fotos oder Videos von Dingen, Orten oder Ereignissen, an denen Sie den Wasserwandel in Brandenburg bemerken, zu machen und diese zu einer digitalen Sammlung am Museum für Naturkunde Berlin beizutragen. Die Sammlung zeigt und vernetzt unterschiedliche Meinungen, Interessen und Konflikte in Berlin und Brandenburg zum regionalen Wasserwandel.
Im Workshop tauschen wir uns anhand der Sammlungsbeiträge, die Sie vorab auf www.naturderdinge.de hochladen, dazu aus, wie Sie die Veränderung der Wassersituation erleben.
04.11.2026: Diskussion mit Entscheidungsträger*innen (in der kvhs Werder)
Am dritten Termin diskutieren wir gemeinsam die gesammelten Ergebnisse und Perspektiven mit Personen aus Forschung, Politik und Verwaltung für eine gerechte Wasserzukunft in Berlin und Brandenburg.
Ökofilmgespräch:- "Wie geht Natur?!" Von deutsch-deutscher Naturschutz-Revolution bis Naturschutz heute
Der Dokumentarfilm "Wie geht Natur?!" von Jakob Friedrich (2025, 60 Min.) erzählt die Lebensgeschichte des Brandenburger Biologen Prof. Dr. Michael Succow und damit auch von einer deutsch-deutschen Naturschutz-Revolution.
Schon in seiner Kindheit in der DDR begeistert Michael Succow sich für Vogelkunde, später entwickelt er als Moor-Experte das größte Naturschutzprogramm Deutschlands: Fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparks entstehen 1990 auf 4,5 % der Landesfläche der DDR.
Nach der Wende setzt Succow sein Engagement international fort und wird 1997 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.
Der Film zeigt, wie er unzählige Menschen inspiriert und Visionäre begleitet, die sich für Moore, Urwälder und gesunde Böden einsetzen. "Wie geht Natur?!" macht Mut, sich für Ideale und den Schutz der Natur einzusetzen.
Auf den Film folgt ein generationenübergreifendes Gespräch mit dem Filmemacher Jakob Friedrich (angefragt), Manfred Lütkepohl, der seit Jahrzenten in haupt- und ehrenamtlichen Funktionen im Naturschutz aktiv ist, von 2005-2021 die Naturwacht Brandenburg leitete und Michael Succow immer wieder begegnet ist, sowie ein Mitglied der Naturschutzjugend Brandenburg (angefragt).
Eine Veranstaltung des Fördervereins für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz FÖN e.V. in Zusammenarbeit mit NABU Werder (Havel), der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark und dem Uferhaus im Uferwerk im Rahmen der Ökofilmgespräche 2026. Gefördert von der Naturstiftung David.
Entgeltfrei, Anmeldung erbeten.
Besichtigung der Kläranlage Briest
Online-Kurs in Kooperation mit vhs Brandenburg an der Havel. Es gelten die AGB der durchführenden vhs. Deutschland verfügt über eine der effizientesten Abwasserentsorgungen weltweit - natürlich auch in Brandenburg. Doch trägt auch jeder von uns zur Sicherung der hohen Wasserqualität bei?
In den vergangenen Jahren wurde viel in die Energie- und Verfahrens- bzw. Umwelttechnik der Kläranlage in Brandenburg-Briest investiert. Machen Sie sich selber ein Bild vom Ablauf der Abwasserreinigung. Erfahren Sie bei der Besichtigung mehr über technologisch notwendige Schritte bis das gereinigte Abwasser in die Havel entlassen werden kann, ohne deren Selbstreinigungsfähigkeit überzubeanspruchen.
Überzeugen Sie sich selbst, wie hoch der Aufwand ist, um übermäßige Waschmittelmengen, Reste von Lösungs-, Pflanzenschutz-, Holzschutzmitteln sowie Farben, Lacken oder Medikamente aus Abwässern zu entfernen und wie ein überflüssiger Eintrag wasserbelastender Stoffe ins Abwasser vermieden werden kann.
Die VHS Brandenburg organisiert gemeinsam mit der BRAWAG GmbH diese Besichtigung der Kläranlage Briest. Das Tragen von festem Schuhwerk ist zur Sicherheit notwendig.
Besichtigung des Wasserwerks Mahlenzien
Online-Kurs in Kooperation mit vhs Brandenburg an der Havel. Es gelten die AGB der durchführenden vhs. In Deutschland haben wir eine der sichersten und qualitativ hochwertigsten Trinkwasserversorgungen und effizientesten Abwasserentsorgungen weltweit - natürlich auch in Brandenburg.
Sie möchten wissen, wie die Verfahren bei der Trinkwassergewinnung, -aufbereitung, und -verteilung von statten gehen und wie die BRAWAG ihre Kunden mit Trinkwasser in ausgezeichneter Qualität beliefert?
Die VHS Brandenburg organisiert gemeinsam mit der BRAWAG GmbH die Besichtigung des Wasserwerks Mahlenzien. Das Tragen von festem Schuhwerk ist zur Sicherheit notwendig.
Herbstbilanz: Wie haben die Stadtbäume den Sommer überstanden?
Zum Ende der "Gießheld*innen-Kampagne" werfen wir einen gemeinsamen Blick auf die Bad Belziger Stadtbäume: Wie sind sie durch das Jahr gekommen?
Bei einem 1,5-stündigen Stadtspaziergang entdecken wir Bäume als lebendige Organismen, lernen Baumarten kennen und sprechen über klimaresiliente Stadtbäume. Spielerisch und informativ nähern wir uns dem Thema. Im Anschluss soll es eine Ehrung der Gießheld:innen auf dem Regionalmarkt geben.
Die Veranstaltung ist für Groß und Klein konzipiert. Es ist der dritte von drei thematischen Stadtspaziergängen. Er findet im Rahmen der "Gießheld*innen-Kampagne" in Kooperation mit Neuland21, Stadt Bad Belzig, MitMachwerkstatt, Wassermeisterei und Zukunftsschusterei statt.