Übersicht unserer Dozent*innen
Dozent:innen A-Z
Karl Hunger
Ich bin Gymnasiallehrer im Ruhestand. Meine Fächer sind Biologie, Chemie, Philosophie und Ethik.
Philosophie als Unterrichtsfach hat für mich eine besondere Bedeutung, da es nicht in erster Linie darum geht, "belehrt" zu werden und sein Wissen zu vermehren, sondern darum, selbst aktiv durch den Gedankenaustausch, den der Lehrende anstoßen und führen muss, zu lernen und zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Das Interessante an der Philosophie ist meiner Auffassung nach nicht die Theorie selbst, sondern deren Bezug zur Alltagswelt und zum Erfahrungshorizont der Menschen, die sich dadurch Vieles in ihrer aktuellen Situation besser erklären können. In meinen Kursen möchte ich in diesem Sinne versuchen, eine Brücke zwischen den abstrakten philosophischen Theorien zum konkreten Alltag im Leben des Einzelnen und der Gesellschaft zu schlagen.
Kurse (4)
Loading...
Philosophischer Redekreis - Erzählcafé
Die Philosophen sitzen im Elfenbeinturm und verstehen nichts vom Alltagsleben der Menschen?
NEIN, wir sind alle Philosophen, wenn wir über unser Leben, unsere alltäglichen Sorgen oder über aktuelle gesellschaftliche Fragen nachdenken.
Im Erzählcafé erzählen wir von unseren Erfahrungen in Bezug auf eine bestimmte Frage, z.B. "Wieviel Zufall bestimmt mein Leben?" oder "Können wir aus der Geschichte lernen?" Die Themen richten sich nach den Interessen und Wünschen der Teilnehmenden.
Philosophieren im Sinne des Erzählcafés ist das reflektierte Nachdenken über ein Thema, das Hinterfragen von Gegebenem und die Suche nach (individuellen) Antworten. Dabei kann uns dann vielleicht der eine oder andere Philosoph unterstützen. Zuallererst aber folgen wir der Devise von René Descartes: "Ich denke, also bin ich".
Erzählen Sie von Ereignissen in Ihrem Leben, oder hören Sie uns einfach nur zu. Sie werden staunen, dass Vieles im Leben einmalig ist - aber dennoch seit eh und je immer wiederkehrt.
Philosophie am Samstag - Politisch-Philosophische Gespräche Das Phänomen der Angst und seine gesellschaftspolitische Bedeutung
Wie können wir mit der gegenwärtig diagnostizierten kollektiven Angst umgehen und ihr begegnen?
Der Philosoph Sören Kierkegaard erklärt die Angst zum Wesensmerkmal des Menschen und unterscheidet sie von der konkreten Furcht. Warum aber ist diese Angst vor allem ein Problem der Neuzeit und warum wird sie offenbar in den liberalen, westlichen Gesellschaften stärker wahrgenommen?
Nach einer Einführung in die Philosophie Kierkegaards werden wir diese Fragen gemeinsam erörtern.
Philosophischer Redekreis - Erzählcafé
Philosophische Gedankenexperimente - Was wäre, wenn wir unsterblich wären?
Oder: Was wäre, wenn mir im Rahmen einer Organtransplantation das Gehirn einer anderen Person eingepflanzt werden würde?
Diese oder andere Überlegungen stellen wir in den Mittelpunkt unseres Gesprächs.
Gemeinsam versuchen wir dann Antworten zu finden. Die Themen richten sich nach den Interessen und Wünschen der Teilnehmenden.
Philosophieren im Sinne des Erzählcafés ist das gemeinsame Nachdenken über ein Thema, das Hinterfragen von Gegebenem und ggf. von Vorurteilen und die Suche nach individuellen und allgemeinen Antworten. Denn Philosophieren heißt letztendlich nichts anderes, als sich selbst Klarheit zu verschaffen.
Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen, oder hören Sie uns einfach nur zu. Sie werden staunen, dass Vieles im Leben einmalig ist - aber dennoch seit eh und je immer wiederkehrt.
Was ist eigentlich eine offene Gesellschaft?
Oft hörte man Politiker die so genannte "offene" Gesellschaft preisen, die es zu verteidigen gelte. Heute wird sie zunehmend in Frage gestellt. Aber was ist damit eigentlich gemeint?
Wodurch wird unsere Gesellschaft zu einer offenen und was wäre ihr Gegenteil? Welche Anforderungen stellt diese Art von Gesellschaft an den Einzelnen? Wird sie den Bedürfnissen der Menschen gerecht oder dient sie doch eher wirtschaftlichen Interessen?
Im Kurs wird der philosophische Hintergrund des Begriffs der „offenen Gesellschaft“ gemäß der Thesen Karl Poppers dargestellt. Die Charakteristika einer offenen im Gegensatz zu einer geschlossenen Gesellschaft werden gemeinsam erarbeitet und erörtert. Diese werden im Zusammenhang verschiedener menschlicher Bedürfnisse, z.B. nach Geborgenheit, Sicherheit, aber auch nach Freiheit und Kreativität, diskutiert. Schließlich werden die Konsequenzen des Lebens in einer offenen Gesellschaft erörtert und die Frage diskutiert, ob ein Zurück zu einer stärker geschlossenen Lebensform überhaupt möglich ist.