Politik - Zeitgeschehen - Geschichte
Kurse (23)
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Wir wollen reden! Gesellschaftspolitischer Gesprächskreis in den Neuen Kammerspielen Kleinmachnow
In Kooperation mit der Regionalgruppe Brandenburg von Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. und Neue Kammerspiele Kleinmachnow.
Die Welt scheint zunehmend aus den Fugen zu geraten: Pandemie, Klimawandel, Fluchtbewegungen, Krieg in Europa und Nahost, Inflation, geopolitische Spannungen usw. Alles in dichter Folge oder sich überlappend und mit überkommenen Denkmustern und Gewissheiten kaum mehr in den Griff zu bekommen. Stattdessen vielerorten wachsende Verunsicherung, Überforderungsempfinden, Populismus, Fake-News-Gläubigkeit, Social-Media-Erregung und Identitätskämpfe. Die liberalen Demokratien westlicher Prägung sind unter Druck. Teile der Bevölkerung wenden sich von ihr ab, sinn- und ordnungsstiftende Institutionen erodieren. Wie ist es dazu gekommen? Welche Ansatzpunkte und Möglichkeiten gibt es, um Demokratie und offene Gesellschaft wieder zu stärken? Wer sind die relevante Akteure? Was ist 'gute' Politik? Und wie ordnen wir uns selbst, als denkende (und vielleicht auch praktisch engagierte) Individuen, in all das ein?
Fragen über Fragen, denen es sich zu nähern lohnt und denen wir uns in dieser Gesprächsreihe widmen wollen. Teilnehmen erfordert kein Expertenwissen und jede Wortmeldung wird gehört. Voraussetzung sind allein Neugier, Aufgeschlossenheit für andere Positionen und Argumente sowie Freude am gemeinsamen Diskurs.
Alle Interessierten erhalten vor jedem monatlich stattfindenden Treffen per Mail eine Information zum Thema sowie eine Grundlage für die Diskussion. Das kann ein Zeitungsartikel, Buchausschnitt, Essay o.ä. sein. Hieran anknüpfend wird zu Beginn jeweils kurz in das Thema eingeführt und dann rasch die Gesprächsrunde eröffnet. So bleibt möglichst viel Zeit für einen breiten Austausch. "Grundsätzlich debattieren wir über Themen, die Sie einbringen."
Philosophischer Redekreis - Erzählcafé: Arbeit vs Leben?
Im Erzählcafé erzählen wir von unseren Erfahrungen in Bezug auf ein bestimmtes Thema (z.B. Glück, Freundschaft, Liebe, Würde, Wirklichkeit. Menschsein), erörtern diese und suchen nach der allgemeinen, grundsätzlichen Bedeutung. Dabei gehen wir gerne von Zitaten von Schriftstellern oder Philosophen aus, die uns anregen, das Thema zu diskutieren.
Zum Beispiel sagte Konfuzius: "Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten." Was bedeutet Arbeit für den Menschen? Gehört sie nicht sogar zu seinem Wesen? Sind Arbeit und "Leben" Gegensätze, die in Balance gehalten werden müssen (work-life-balance)?
Die Themen richten sich nach den Interessen und Wünschen der Teilnehmenden. Philosophieren im Sinne des Erzählcafés ist das reflektierte Nachdenken über ein Thema, das Hinterfragen von Gegebenem und die Suche nach (individuellen) Antworten.
Erzählen Sie von Ereignissen in Ihrem Leben, oder hören Sie uns einfach nur zu. Sie werden staunen, dass Vieles im Leben einmalig ist - aber dennoch seit eh und je immer wiederkehrt.
Namibia Forum Kleinmachnow - Einführung in zivilgesellschaftliche Projekte
Nach dem Start der "Kleinmachnower Namibia Trilogie" im Herbst 2022 und seitdem über 25 Veranstaltungen erhielt das "Namibia Forum Kleinmachnow" im Juni 2025 den "Rita-Süßmuth-Preis für internationale Projekte" des Deutschen Volkshochschulverbandes und des Auswärtigen Amtes.
Auch 2026 setzt das "Namibia Forum Kleinmachnow" seinen partizipativen Ansatz fort und lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, in einem gemeinsamen Prozess interessante Themen zu entwickeln und dazu öffentliche Veranstaltungen zu konzipieren und durchzuführen.
An vier Abenden zwischen September und Dezember 2026 führt diese Veranstaltung in die partizipative Konzeption, Umsetzung, Durchführung und Vermittlung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten für Partnerschaften zwischen Kleinmachnow und Keetmanshoop / Namibia ein. Prinzipien des Projektmanagement und der Öffentlichkeitsarbeit werden hier ebenso vermittelt wie Grundlagen des bürgerschaftlichen Engagements und der Strategie-Entwicklung im Themenfeld kommunale Partnerschaften. Eine relativ regelmäßige Teilnahme und Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement ist notwendig.
Schwerpunktthema des Herbstsemesters wird sein, direkte Kontakte zu zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Kommune Keetmanshoop aufzubauen und dafür digitale Medien wie Videokonferenzen zu nutzen.
Online: Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch
Die Online-Reihe "Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im
Gespräch" wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990.
Angesprochen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Ziel der Reihe ist es, Wissen
zu vermitteln, Verständigung zwischen Ost und West zu fördern und Gesprächsangebote zu
schaffen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über gemeinsame Herausforderungen
der Gegenwart anregen.
VA 1: Totaler Umbruch - Stasi, Neonazi, Neuanfang
Termin: 16.09.2026, 18:00-19:30 Uhr
VA 2: Eure Einheit, unsere Einheit - An wen erinnern wir?
Termin: 08.10.2026, 18:00-19:30 Uhr
VA 3: Jungsein in Demokratie & Diktatur
Termin: 10.11.2026, 18:00-19:30 Uhr
Exkursion: Das Brauchwasserwerk Glindow - historische Stütze des Obstanbaus im Klimawandel
Das Brauchwasserwerk in Glindow ist seit 1938 in Betrieb. Es versorgt die umliegenden Obstplantagen mit Havelwasser aus dem Glindower See. So schont es auch die Trinkwasserressourcen.
In den letzten Jahren haben umfangreiche Sanierungsarbeiten es neu aufgestellt. Eine wissenschaftliche Begleitforschung machte deutlich, dass das Brauchwasser auch angesichts klimatischer Veränderungen zentral bleibt für den Obstanbau in der Region.
Sigmar Wilhelm hat zusammen mit dem Heimatverein Glindow e.V. zur Historie des Brauchwasserwerks recherchiert. Beim Besuch vor Ort teilt er sein Wissen und geht auf den heutigen Nutzen des Brauchwasserwerks ein. Der technische Leiter der Anlage, Herr Deichsel, erläutert Wissenswertes zum täglichen Betrieb.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe WasserPaten und findet statt in Kooperation mit dem Heimatverein Werder (Havel) und der Stadt Werder (Havel). Die Teilnahme ist entgeltfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.
Ökofilmgespräch - "Wie geht Natur?!" Von deutsch-deutscher Naturschutz-Revolution bis Naturschutz heute
Der Dokumentarfilm "Wie geht Natur?!" von Jakob Friedrich (2025, 60 Min.) erzählt die Lebensgeschichte des Brandenburger Biologen Prof. Dr. Michael Succow und damit auch von einer deutsch-deutschen Naturschutz-Revolution.
Schon in seiner Kindheit in der DDR begeistert Michael Succow sich für Vogelkunde, später entwickelt er als Moor-Experte das größte Naturschutzprogramm Deutschlands: Fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparks entstehen 1990 auf 4,5 % der Landesfläche der DDR.
Nach der Wende setzt Succow sein Engagement international fort und wird 1997 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.
Der Film zeigt, wie er unzählige Menschen inspiriert und Visionäre begleitet, die sich für Moore, Urwälder und gesunde Böden einsetzen. "Wie geht Natur?!" macht Mut, sich für Ideale und den Schutz der Natur einzusetzen.
Auf den Film folgt ein Gespräch mit dem Filmemacher Jakob Friedrich, Svane Bender, die den Bereich Naturschutz und Biologische Vielfalt bei der Deutschen Umwelthilfe leitet, lange international im Naturschutz tätig war und bei Michael Succow lernte, sowie Manfred Lütkepohl, der seit Jahrzenten in haupt- und ehrenamtlichen Funktionen im Naturschutz aktiv ist, von 2005-2021 die Naturwacht Brandenburg leitete und Michael Succow immer wieder begegnet ist.
Eine Veranstaltung des Fördervereins für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz FÖN e.V. in Zusammenarbeit mit NABU Werder (Havel), der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark und dem Uferhaus im Uferwerk im Rahmen der Ökofilmgespräche 2026. Gefördert von der Naturstiftung David.
Entgeltfrei, Anmeldung erbeten.
Fotografie als Brücke
Nehmen Sie teil an dieser besonderen Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit, dem Feiertag zur Wiedervereinigung des Landes und der Wieder-Verbindung der Leute. In diesem Fotografie-Workshop lernen Sie durch Bilder mit anderen Menschen in Verbindung zu treten und unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen. Die Fotografie wird als Mittel genutzt, um Geschichten, persönliche Erfahrungen und Sichtweisen auszudrücken und miteinander zu teilen. Hierbei schlüpfen Sie sowohl in die Rolle der Fotografierenden als auch der Fotografierten. Der Kurs fördert den Austausch zwischen den Teilnehmenden und ermutigt dazu, die eigene Umgebung sowie andere Menschen mit Offenheit und Aufmerksamkeit zu betrachten. Durch praktische Übungen erweitern Sie Ihre fotografischen Fähigkeiten, entwickeln Ihren eigenen visuellen Ausdruck und lernen neue Formen der Kommunikation durch Bilder kennen.
Entgeltfrei anlässlich des Tags der Deutschen Einheit und ein Beitrag zur Begegnung von Menschen - durch lebenslanges, gemeinsames Lernen.
Runder Tisch politische Fragen: Die NATO in der neuen Weltunordnung
Die NATO ist nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wieder stärker in den Fokus gerückt. Wie stellt sie sich auf die neue Bedrohungslage und die Politik der Trump-Regierung ein? Was ist ihre Rolle in der neuen "Weltunordnung" und was bedeutet dies für die Bundeswehr?
"Runder Tisch politische Fragen" ist ein neues Format der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark in Kleinmachnow, das politisch Interessierte an den runden Tisch und ins Gespräch miteinander bringt. Im Zentrum stehen aktuelle Themen der Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch aber auch grundlegende Fragen zu europäischen und internationalen Organisationen und der multilateralen Zusammenarbeit. Der Kleinmachnower Politikwissenschaftler, Autor und frühere Referatsleiter Rüstungskontrolle / OSZE im Bundesministerium der Verteidigung Dr. Ernst-Christoph Meier gibt zu Beginn jeder Veranstaltung einen thematischen Impulsvortrag und lädt dann zu einem moderierten Gespräch und respektvoll geführter, gerne auch kontroverser Debatte ein. Klärung von Grundbegriffen sind genauso Bestandteile der Abende wie Erfahrungsberichte langjähriger beruflicher Praxis.
Online: Eure Einheit, unsere Einheit - An wen erinnern wir?
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der "Mehrheitsgesellschaft". Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon!
Gesprächsgast 1: Paulino José Miguel
Paulino José Miguel kam 1982 mit 11 Jahren allein aus Mosambik in die DDR, um dort seine schulische und später auch berufliche Ausbildung fortzusetzen. Grundlage hierfür war ein Staatsvertrag zwischen Mosambik und der DDR, der 900 Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren ermöglichte, in Deutschland einen Schulabschluss zu machen.
Seit 2008 leitet Herr Miguel beim Stuttgarter Forum der Kulturen das "Kompetenzzentrum Migration Entwicklung Partizipation". Außerdem ist er Repräsentant der migrantischen Organisationen im Rat für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg.
Für sein Engagement als Brückenbauer in der Arbeit für die Rechte von Migrantinnen und Migranten, den interkulturellen Dialog und die Entwicklungszusammenarbeit wurde Paulino Miguel 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Gesprächsgast 2: Cahit Basar
Cahit Basar wurde 1966 in Duisburg geboren. Seine kurdischen Eltern waren einige Jahre zuvor aus der Türkei in die Bundesrepublik gekommen. Er gehörte zu den ersten Kindern mit kurdischem Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden. Cahit Basar ist der aktuelle Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland und Mitglied im "Fachbeirat Gesellschaftliche Aufarbeitung/Opfer und Gedenken" der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Moderation: Nhi Le
Nhi Le ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind digitale Medienkultur, die Schnittstellen zwischen Pop und Politik und die Einwanderungsgesellschaft Ostdeutschland mit Fokus auf die vietnamesische Diaspora. Aktuell arbeitet sie vor allem für den Norddeutschen Rundfunk und für andere öffentlich-rechtliche Medien. Die ZEIT zählt sie zu den 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen. 2021 wurde sie vom Medium Magazin zu den Top 30 bis 30 Journalist*innen des Landes gewählt. Ihre Arbeit wurde mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
Philosophie am Samstag - Politisch-Philosophische Gespräche: Jean-Paul Sartre
Sartre - Verantwortung für die Gesellschaft
Jean-Paul Sartre gehört zu den bekanntesten Philosophen der Neuzeit und ist bekannt für sein politisches und gesellschaftliches Engagement. Den zweiten Weltkrieg durchlebte er sowohl als Soldat als auch im französischen Widerstand gegen den Faschismus. In seiner Philosophie des Existenzialismus schlagen sich die existenziellen Fragen des Einzelnen nieder, wenn er z.B. vor der Frage steht, das Vaterland als Soldat gegen den Feind zu verteidigen oder zu Hause die alte, kranke Mutter zu pflegen.
Ausgehend von den Grundzügen der Philosophie Sartres erörtern wir die gesellschaftliche Verantwortung jedes Einzelnen. Ganz aktuell stellt sich auch bei uns für Jugendliche und für die Gesellschaft die Frage der Wehrpflicht. Wir werden gemeinsam diskutieren, was wir in Bezug auf diese existenzielle Frage von Sartre lernen können.
Exkursion: Naturschutzzentrum Ökowerk - ein Wasserwerk erzählt Geschichte
Die Exkursion startet vor dem Bahnhof Grunewald und führt auf dem Weg zum historischen Wasserwerk / Ökowerk vorbei an historisch bedeutenden Orten im Südwesten Berlins, die wir als aufmerksame Spaziergänger thematisch aufgreifen (auch wenn sie nicht vordergründig etwas mit dem Thema Wasser zu tun haben): Nach einem Überblick zur Entstehung der Villenkolonie Grunewald geht es vorbei am Mahnmal "Gleis 17", welches an die Deportation jüdischer Menschen in die Vernichtungslager erinnert. An der überregional bedeutenden Bezirksgärtnerei vorbei, führt der Spaziergang hin zu einer Kleingartenkolonie mitten im Wald, die auf die schwierige Nachkriegssituation zurückgeht. Vorbei am Teufelsberg geht es weiter zu einem Naturschutzgebiet, welches sich aus einer ehem. Kiesgrube entwickelt hat, bevor der Weg abschließend ins Naturschutzzentrum Ökowerk führt.
Dieses ist im über 150 Jahre alten Industrie-Denkmal untergebracht: Das Gebäudeensemble ist das älteste als Gesamtanlage erhaltene Wasserwerk von Berlin, das bis 1969 in Betrieb war. Seit 1985 dient es der Umweltbildung und ist ein wunderbarer Ausgangspunkt, um die historische Entwicklung des Themas "Wasser für die Stadt" zu verstehen. Bei einer Führung erhalten Sie spannende Informationen zur Geschichte der Wasserversorgung im Berliner Südwesten im frühen 20. Jahrhundert. Unter dem Motto "Von Eiszeit zu Eiszeit" erlangen Sie nicht nur Wissen über die Förderung eiszeitlichen Grundwassers vor 100 Jahren, sondern erhalten auch Einblicke in technisch ambitionierte Planungen des Ökowerkes für eine Eisspeicherheizung in einem der ehemaligen Reinwasserspeicher. Teil der Führung ist außerdem die KI - Installation "Was flüstert das Moor" von Studierenden aus Babelsberg.
Da Grundwasser keine Grenzen kennt, finden sich sicher viele Anknüpfungspunkte, um über die Verbindung von Wasserthemen heute in der Metropolregion Berlin-Brandenburg in Austausch zu kommen.
Die Exkursion ist Teil der Reihe "WasserPaten"
Igeltag im Naturparkzentrum Hoher Fläming
Der Igel gehört zu den bekanntesten Wildtieren unserer Gärten - und ist doch zunehmend auf unsere Unterstützung angewiesen. Beim Igeltag im Naturparkzentrum Hoher Fläming erfahren Sie, wie Sie dem stacheligen Gartenbewohner konkret helfen können.
Zum Einstieg gibt ein etwa 30-minütiger Kurzvortrag spannende Einblicke in die Biologie und das Verhalten des Igels: Kommt ein Igel schon mit Stacheln auf die Welt? Wie alt kann er werden? Und was macht der Igel eigentlich im Winter?
Anschluss laden verschiedene Mitmach-Stationen dazu ein, den Igel mit allen Sinnen zu entdecken. Erkunden Sie unter anderem, was ein Igel frisst, wie sein Lebensjahr abläuft, welche Tiere Unterstützung vor dem Winter benötigen und wie sich Igelspuren erkennen lassen. Ein besonderes Erlebnis bietet zudem ein "Igel zum Anfassen".
Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Rundgang durch den Naturgarten des Naturparkzentrums. Mithilfe einer Checkliste untersuchen wir, wie igelfreundlich der Garten gestaltet ist: Gibt es ausreichend Rückzugsorte? Welche Nahrungsquellen stehen zur Verfügung? Wo lauern mögliche Gefahren? Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich direkt auf den eigenen Garten übertragen.
Parallel zum Kurs kann die Wanderausstellung "Erina und der Igel" des Pro Igel e.V. besucht werden, die derzeit in Raben Station macht. Die Ausstellung wurde im "Jahr des Igels" 2024 entwickelt und vermittelt anschaulich Wissen über Lebensweise, Gefährdung und Schutzmöglichkeiten der Tiere. Naturnahe Gestaltungselemente, informative Grafiken und eine interaktive Mitmach-Wand laden dazu ein, die Welt der Igel spielerisch zu entdecken.
Wir empfehlen eine klimafreundliche Anreise mit der Burgenlinie aus Richtung Wiesenburg/Dessau oder Bad Belzig/Berlin/Potsdam. Eventuelle Wartezeiten lassen sich ideal für einen Besuch der Ausstellung nutzen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Naturparkverein Hoher Fläming e.V. statt.
Führung durch die Ausstellung "Achtung Eule! - Ein Zeichen für den Naturschutz"
Die Ko-Kuratorin und Ethnologin Jeanette Toussaint führt durch die Sonderausstellung im Naturkundemuseum Potsdam:
Vor 75 Jahren entwwarfen Erna und Kurt Kretschmann mit Gleichgesinnten ein Symbol, das heute alle kennen: eine schwarze Eule auf gelbem Grund. Zum 75. Jubiläum der Naturschutzeule, die auch bundesweit als Zeichen für den Naturschutz genutzt wird, erinnert die Ausstellung an die beiden Pioniere des DDR-Naturschutzes und
Die Führung durch die Ausstellung thematisiert Stationen des Lebens des Ehepaares, die Entwicklung des Eulen-Bildes und die Art & Weise, wie die beiden ideenreich undr generationsübergreifend ihr Wissen weitergaben. In der Ausstellung sind Fotos, Originalschilder aus verschiedenen Jahrzehnten, Radio- und Filmbeiträge sowie Dokumente zu sehen, die auch Einblicke in den Alltag des DDR-Naturschutzes geben.
Im Anschluss an die Führung gibt es die Möglichkeit für Austausch und Gespräch, auch mit Bezug auf heutige Herausforderungen im Bereich Natur- und Artenschutz und Klimapolitik.
Ausstellungsbesuch: "Demokratie verstehen. Mitreden. Mitgestalten"
Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Anlass, sich mit der Demokratie in Deutschland zu beschäftigen. Wir treffen Dr. Sebastian Stude, Referent der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. Er gibt uns einen Einblick in die Landeszentrale und in die Entstehung der Ausstellung. Gemeinsam erkunden wir die ausgestellten Plakate im Gespräch.
Über die Ausstellung: Die Landeszentrale bietet mit der Plakatausstellung "Grundbegriffe der Demokratie" einen verständlichen Einstieg zu zentralen Begriffen unserer Demokratie. Demokratie-Projekte aus dem gesamten Land Brandenburg zeigen die gelebte Praxis. Die Ausstellung ermöglicht es, Wissen zu erweitern, zu überprüfen und sich aktiv mit gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen - allein oder im Gespräch. Mehr Infos hier: www.politische-bildung-brandenburg.de/ausstellungen/grundbegriffe-der-demokratie-0
Online: Jungsein in Demokratie & Diktatur
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken.
Gesprächsgast 1: Lisa Trebs
Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Gesprächsgast 2: Tim Eisenlohr
Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei "amnesty international" fort. Heute ist Tim Eisenlohr als Politischer Bildner aktiv und setzt sich für Menschen in Not ein - beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK. Ihm ist es wichtig, gebrochene Biografien zu akzeptieren und das Gespräch zu suchen. Er ist sehr podiumserfahren.
Moderation: Miriam Menzel
Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe "Young and Free".
Runder Tisch politische Fragen: Droht ein neues atomares Wettrüsten?
Die nuklearen Großmächte rüsten auf, die globale Abrüstung ist am Ende. Droht ein neues Wettrüsten? Wie können die neuen nuklearen Risiken reduziert werden? Welche Ziele sollte die deutsche Politik verfolgen?
"Runder Tisch politische Fragen" ist ein neues Format der Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark in Kleinmachnow, das politisch Interessierte an den runden Tisch und ins Gespräch miteinander bringt. Im Zentrum stehen aktuelle Themen der Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch aber auch grundlegende Fragen zu europäischen und internationalen Organisationen und der multilateralen Zusammenarbeit. Der Kleinmachnower Politikwissenschaftler, Autor und frühere Referatsleiter Rüstungskontrolle / OSZE im Bundesministerium der Verteidigung Dr. Ernst-Christoph Meier gibt zu Beginn jeder Veranstaltung einen thematischen Impulsvortrag und lädt dann zu einem moderierten Gespräch und respektvoll geführter, gerne auch kontroverser Debatte ein. Klärung von Grundbegriffen sind genauso Bestandteile der Abende wie Erfahrungsberichte langjähriger beruflicher Praxis.
Landtag Brandenburg. Führung, Ausschussbesuch und Gespräch mit Abgeordneten
Erleben Sie Politik hautnah: Bei einer etwa einstündigen Führung durch das Parlamentsgebäude erhalten Sie Einblicke in die Architektur und die Arbeitsweise des Landtages Brandenburg. Im Anschluss besuchen Sie eine Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport und verfolgen die aktuellen politischen Diskussionen.
Den Abschluss bildet ein Gespräch mit Abgeordneten, zu dem alle im Landtag vertretenen Fraktionen und Gruppen eingeladen werden. Ob und welche Abgeordnete teilnehmen, steht erst kurz vor der Veranstaltung fest.
Die Exkursion wird in Kooperation mit dem Landtag Brandenburg sowie der Volkshochschule Brandenburg (Havel) und Frankfurt (Oder) durchgeführt.
Philosophischer Redekreis - Erzählcafé: Moralische Zwickmühlen in Alltag, Politik und Gesellschaft
Moralische Zwickmühlen - Den Buckelwal Timmy in Ruhe sterben lassen oder alles versuchen, ihn zu retten?
Diese Frage bewegte im April diesen Jahres die Öffentlichkeit. Es ist nur ein Beispiel für zahlreiche verzwickte Fragen des menschlichen Handelns im Alltag, in der Politik und der Gesellschaft.
Politisch und gesellschaftlich beschäftigt uns gerade die Frage der Pflicht zum Wehrdienst. Der Mensch ist dazu verdammt, sich zu entscheiden, so oder so zu handeln.
Was ist richtig, was ist falsch? Die Antworten sind nicht leicht zu finden und oftmals nicht eindeutig. An Beispielen aus dem Alltag erörtern wir verschiedene Optionen und ihre ethischen Begründungen.
Gemeinsam versuchen wir dann Antworten zu finden.
Die Themen richten sich nach den Interessen und Wünschen der Teilnehmenden.
Philosophieren im Sinne des Erzählcafés ist das gemeinsame Nachdenken über ein Thema, das Hinterfragen von Gegebenem und ggf. von Vorurteilen und die Suche nach individuellen und allgemeinen Antworten. Denn Philosophieren heißt letztendlich nichts anderes, als sich selbst Klarheit zu verschaffen.
Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen, oder hören Sie uns einfach nur zu. Sie werden staunen, dass Vieles im Leben einmalig ist - aber dennoch seit eh und je immer wiederkehrt.
Otto Braun (1897-1918) - die Stimme einer verlorenen Generation
Eine gemeinsame Veranstaltung von Kreisvolkshochschule Potsdam-Mittelmark und Heimat- und Kulturverein Kleinmachnow e.V. anlässlich des Volkstrauertages.
Geboren 1897, zieht der hochbegabte Kleinmachnower Schriftsteller Otto Braun im Alter von nur 17 Jahren voller Begeisterung in den Ersten Weltkrieg. Wenige Monate vor Kriegsende fällt er in Frankreich – gerade einmal 20 Jahre alt.
Mit seinen Gedichten gab er einer verlorenen Generation eine eindringliche Stimme. Der Berliner Komponist Boris Bergemann hat diese Texte neu zum Klingen gebracht.
Am 13. November 2026 leiht die irische Sängerin Caitríona O’Leary Otto Brauns Gedichten ihre unverwechselbare Stimme, begleitet von Boris Bergemann am Flügel im Studio 010 Am Weinberg 18.
Anmeldung nur über heimatverein-kleinmachnow@gmx.de
Eintritt: 10,00 € / ermäßigt 7,00 €
Exkursion: Wie arbeitet die Bundesregierung - mit Besuch des Bundesministeriums für Verkehr
- Wie arbeitet die Bundesregierung eigentlich?
- Welche Aufgaben hat das Bundeskanzleramt?
- Wann trifft sich die Bundesregierung und wer gehört dazu?
- Was ist der Unterschied zwischen Bundesminister:innen, Staatsminister:innen und Staatssekretär:innen?
- Wie sind die Bundesministerien aufgebaut und wie arbeiten sie?
Diese und weitere Themen werden in dieser Veranstaltung verständlich erläutert. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihre eigenen Fragen zu stellen. Zum Abschluss besuchen wir das Bundesministerium für Verkehr, besprechen dessen Struktur, Aufgaben und aktuelle Themen und machen einen Rundgang durch das Gebäude, dessen Geschichte drei Jahrhunderte umfasst.
Wichtig
- Für diese Veranstaltung sind bei der Anmeldung folgende Informationen für die Sicherheitsüberprüfung notwendig: Name, Vorname und Geburtsdatum.
- Anmeldeschluss ist der 11.11.2026.
- Sie benötigen einen gültigen Pass oder Personalausweis. Die Sicherheitsvorkehrungen im Bundesministerium ähneln denen an Flughäfen.