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Anmeldung möglich Online: Realität des Risikos

(Kleinmachnow, ab Mo., 27.9., 19.30 Uhr )

Online-Vortrag über zoom

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst.
Wir leben nicht heute erst in der "postmodernen Moderne" (Ulrich Beck) in einer "Risikogesellschaft", vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren.
Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper „Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren“.
Hybrid-Kurs über die vhs.cloud
Europa ändert sich rasant und wird dank dem EU-Klimapakt zum klimaneutralen Kontinent. Die EU stellt dazu bereits bis 2030 15x mehr Fördermittel zur Verfügung als beim Marshallplan nach dem 2. Weltkrieg zum Wiederaufbau Europas verwendet wurden.

Das Bundesverfassungsgericht hat ganz aktuell ein bahnbrechendes Urteil gesprochen und damit den Klimaschutz in den Verfassungsrang erhoben.

Welche wissenschaftlichen Hintergründe stehen hinter diesen Entwicklungen? Wie kann der Traum von einem lebenswerten, wirtschaftlich starken Europa gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Vereinen, Unternehmen und Kommunen entwickelt und realisiert werden?

Der Vortrag informiert über die Klimakrise und Lösungsmöglichkeiten. Dabei werden Fakten zu Ursachen und Auswirkungen der Klimakrise sowie individuelle und institutionelle Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. Im Anschluss wird es Gelegenheit für eine weiterführende Diskussion und gegenseitigen Austausch geben.

Anmeldung möglich Online: Ein Elefant für den Papst

(Kleinmachnow, ab Fr., 1.10., 19.30 Uhr )

1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant.
Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«.
Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.
In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.

Anmeldung möglich Online: Was heißt Provinz - Und gibt es sie noch in Deutschland?

(Kleinmachnow, ab Mo., 4.10., 19.30 Uhr )

Online-Vortrag über zoom

Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen.
Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben.
Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet - man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg.
Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt.
Von Würzburg über Bochum und Siegen nach Palo Alto: Der Weltbürger Hans Ulrich Gumbrecht hat fast ausschließlich in der Peripherie gelebt. Da, wo sich Hightech-Unternehmen, Forschungsinstitutionen und viele der besten Universitäten der Welt befinden. Das Silicon Valley steht paradigmatisch für diesen Trend. Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Prof. Hans Ulrich Gumbrecht ist Literaturwissenschaftler an der Universität Stanford
Hybrid-Kurs, Online-Teilnahme möglich
Zur Wolfspopulation im Land Brandenburg mit anschließender Diskussionsrunde.
Der Vortrag erläutert die Biologie des Wolfes und die Situation im Land Brandenburg bzw. im Landkreis Potsdam-Mittelmark.
Wie sollte man sich bei einer Begegnung mit dem Wolf verhalten, was sollte oder kann man beachten /tun. Wie berechtigt sind Ängste vor dem Wolf etc.? Gerne beantworte ich Ihre Fragen.

Eine Online-Teilnahme ist möglich. Den Link erhalten Sie nach der Anmeldung.
Der Weg zur Arbeit: Verstopfte Straßen, überlastete Busse und Bahnen, schlecht ausgebaute Radwege. Nicht selten sorgt alleine der Weg von A nach B für Frustration. Doch wie sieht die Zukunft aus? Können Daten und künstliche Intelligenz für einen dynamisch optimierten Verkehrsfluss, „Smart Traffic“ und „Smart Streets“ sorgen? Wie verantwortungsbewusst ist dabei der Umgang mit personenbezogenen Mobilitätsdaten? Und kann KI-gestützte Mobilität Kosten und Emissionen reduzieren?

Diese Fragen stellen wir unseren Expert*innen im Rahmen der Veranstaltung.

Der Livestream ist Teil der Veranstaltungsreihe Stadt I Land I DatenFluss des DVV.

freie Plätze Online: Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation

(Kleinmachnow, ab Mo., 11.10., 9.30 Uhr )

Online-Kurs über die vhs.cloud

"Empathisch mit sich und anderen"

Dieser Tageskurs gibt den Teilnehmenden einen ersten Einblick in die Gewaltfreie bzw. Verbindende Kommunikation nach M. Rosenberg. Der Kurs ermöglicht die Teilnahme an den GFK-Übungsabenden und den GFK-Aufbaukursen, z.B. GFK im Umgang mit Kindern.

Im Zentrum des Kurses stehen die Themen Empathie, Gefühle und Bedürfnisse. Durch die Unterscheidung der Gefühle von Pseudogefühlen und der Bedürfnisse von Strategien entwickeln die Teilnehmenden ein gesteigertes Empathievermögen gegenüber sich selbst und ihren Mitmenschen. Des Weiteren werden die Beobachtung von der Bewertung und die Bitte von der Forderung unterschieden.

Durch den Kurs erhalten die Teilnehmenden mehr Klarheit für die eigene Position sowie Methoden für einen Perspektivenwechsel in Konfliktsituationen. Darüber hinaus erlernen sie erste Schritte für eine gewaltfreie Selbstoffenbarung in Streitgesprächen.

Anmeldung möglich Online: Das Risikoparadox

(Kleinmachnow, ab Di., 12.10., 19.30 Uhr )

Online-Vortrag über zoom

Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog. Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: nein. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wie fürchten uns, so Renn, vor „falschen“ Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können.

Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Außerdem leitet er das Forschungsinstitut DIALOGIK. Seine Hauptforschungsfelder sind Risikoanalyse (Governance, Wahrnehmung und Kommunikation), Theorie und Praxis der Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Vorhaben, Transformationsforschung sowie sozialer und technischer Wandel in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).
Online-Vortag - In Kooperation mit der Verbraucherzentrale
Eine Solaranlage lohnt sich: Verbraucher*innen haben so die Möglichkeit, nachhaltig Strom und Wärme für den eigenen Haushalt zu erzeugen. Etwa 30 Prozent des eigenen Strombedarfs kann eine Photovoltaik-Anlage decken. Die Preise für entsprechende Anlagen sind in den vergangenen Jahren gesunken, sodass eine Neuanlage kostendeckend oder mit Gewinn betrieben werden kann. Im Online-Vortrag erfahren Teilnehmende, wie Solaranlagen funktionieren und wann sich eine Anschaffung lohnt. Darüber hinaus gibt Günter Merkel (Energieberater der Verbraucherzentrale Brandenburg) Tipps, was bei der Planung zu beachten ist und welche Förderungsmöglichkeiten genutzt werden können.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Referent: Günter Merkel


Den Zugangscode erhalten Sie nach Kursanmeldung.
Online-Vortrag über zoom

Die Corona Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Pandemien nur global bekämpft werden können. Unabhängig vom Einkommen muss jede/r Zugang zu Medikamenten oder Impfstoffen bekommen. Dies ist aus ethischen Gründen aber auch aus Nützlichkeitsüberlegungen erforderlich.
Doch wie kann ein Gesundheitssystem fairer und effizienter gestaltet werden? Durch welche Anreize kann auch die Pharmaindustrie hier einbezogen werden, ohne die die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffe undenkbar wäre? Diese Fragen diskutieren der Politiker Karl Lauterbach und der Philosoph Thomas Pogge.

Prof.Dr.Dr. Karl Lauterbach ist Mediziner und Gesundheitsökonom. Er ist Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Von 1992 bis 1993 hatte er ein Fellowship der Harvard Medical School inne. Einer seiner Betreuer war Amartya Sen.

Prof.Dr. Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

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